Paul Lang-van Lier

 Vibraphonist         Marimbaphonist

gallery/musser

◆ Vi|bra|phon
Musikinstrument aus metallenen Stäben, die mit Hämmerchen geschlagen werden u. unter denen sich Schallbecher befinden, die elektromotorisch geöffnet u. geschlossen werden, wodurch ein Vibrato entsteht; oV Vibrafon
[< lat. vibrare »schwingen, zittern« + …phon2]

Die Entstehungsgeschichte dieses jungen Instrumentes spielte sich zur Gänze in den USA ab, und zwar zur Zeit des Ersten Weltkrieges. 1916 begann der Instrumentenbauer Hermann Winterhoff im Auftrag der Firma Leedy in Indianapolis, Vibrato-Effekte mit Hilfe einer motorbetriebenen Mechanik zu erzielen. Die Absicht dahinter war, einen vox humana-Klang zu erreichen, eine Art menschliche Stimme. Seine ersten Experimente vollzog er an einem dreioktavigen Marimbaphon mit Klangstäben aus Stahl, einem damals neuen Instrument, das in Varieté-Theatern verwendet wurde. Er baute einen Motor ein, der über eine Welle mit den Deckscheiben verbunden war, die sich am oberen Rand der Resonatoren befanden. Damit gelang es ihm bereits, das typische Pulsieren des Tones zu erzeugen, den Vibrato-Effekt, der dem Instrument den Namen Vibraphon einbrachte – vorerst. Erste Radioaufnahmen ab 1924 brachten den Sound unter die Leute, Musiker begannen sich für das neue Instrument zu interessieren.