Paul Lang-van Lier

 Vibraphonist         Marimbaphonist

gallery/marimba

Marimbaphon, Marimba
Englisch: marimba
Französisch: marimbaphone, marimba
Italienisch: marimbafono, marimba

Das Marimbaphon (oder die/das Marimba) sieht beinahe gleich aus wie das Xylophon, ist aber größer als dieses, bewegt sich in der tieferen Lage (von der Bass- und Tenorlage bis zur Altlage) und hat den größeren Tonumfang. Die Marimba ist ein Xylophon mit Resonatoren – xylo-phon heißt nichts anderes als Holzklinger – das eine Oktave tiefer ist als das Xylophon.

Aufgrund des weicheren Holzes der Klangstäbe, die noch dazu dünner sind als beim Xylophon, klingt das Marimbaphon viel weicher, dunkler und voller. Das in den 30er Jahren für solistische Zwecke gebaute Xylo-Marimba (Xylo-Rimba) sollte die positiven Eigenschaften beider Instrumente, des Xylophons und des Marimbaphons, vereinen. Das Xylo-Marimba wurde vor allem wegen seiner fünf Oktaven Tonumfang (c–c5) gebaut, hatte jedoch einige Nachteile klanglicher Natur. Heute ist es äußerst selten anzutreffen.

Für die Orchestermusik ist die Marimba erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts interessant geworden, es gehört dort inzwischen zum Standardinstrumentarium des Schlagzeugs. Das Xylophon, sein hölzerner Kollege, war dort sehr viel früher heimisch. Seine Aufgaben erfüllt die Marimba in der mittleren und tiefen Lage.

Seinem angenehmen Klang verdankt sie es, dass sie als Solo- und Virtuoseninstrument inzwischen größere Bedeutung erlangt hat als das Xylophon.